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Liedgut

Ein kurzer Überblick über unser Liedgut

Burschen heraus
Nicht der Pflicht nur zu genügen
Fahrender Schüler
Alt-Heidelberg, du feine
O alte Burschenherrlichkeit
Beim Rosenwirt am Grabentor
Das schwarzbraune Bier

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Burschen heraus

1. Burschen heraus! Lasset es schallen von Haus zu Haus!
Wenn der Lerche Silberschlag grüßt des Maien ersten Tag,
Dann heraus, und fragt nicht viel, frisch mit Lied und Lautenspiel!
Burschen heraus!

2. Burschen heraus! Lasset es schallen von Haus zu Haus!
Ruft um Hilf' die Poesei gegen Zopf und Philisterei,
Dann heraus bei Tag und Nacht, bis sie wieder frei gemacht!
Burschen heraus!

3. Burschen heraus! Lasset es schallen von Haus zu Haus!
Wenn es gilt fürs Vaterland, treu die Klingen dann zur Hand,
und heraus mit mut'gem Sang, wär es auch zum letzten Gang!
Burschen heraus!

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Nicht der Pflicht nur zu genügen

1. Nicht der Pflicht nur zu genügen, was sie fordert und verlangt,
Nicht der Stunde nur zu leben, was sie nimmt und was sie dankt, -
Freunde, einem stolzern Wollen gelte unser Tages Lauf:
Über Sturm und über Wolken Sonn entgegen trag's uns auf!

2. Sonn entgegen aus des Alltags sorgemdumpfem Nebelspuk,
Mit der Siegkraft trotzger Jugend über Not und Last und Druck.
Und wenn andre töricht finden, was sie uns so "träumen" sehen,
Unsre Losung sei und bleibe: nie im Alltag aufzugehn.

3. Gib dem Menschen, was des Menschen, doch laß Gott, was Gott gehört;
Nicht dem Kampf nur um dein Morgen, auch dir selbst sei etwas wert!
Auch dir selbst, Freund, und der Jugend, die so stolz die Stirn dir schirmt
Und auf Feuerflügeln jauchzend unsre Seelen aufwärts stürmt.

4. Heute drum, solang ein foher Jugendmut uns führt zum Sieg,
Heute drum heißt es entscheiden: mit wem Frieden, mit wem Krieg!
Freunde, Männer laßt uns werden, die da stolz im Kampfe stehn,
Treu und furchtlos, festverschworen: nie im Alltag aufzugehn!

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Fahrender Schüler

1. Der Sang ist verschollen, der Wein ist verraucht,
Stumm irr ich und träumend umher.
Es taumeln die Häuser, vom Sturme umhaucht,
Es taumeln die Wellen ins Meer.

2. Die Wolken, sie tanzen, manch Sternlein fällt,
Hat tief in den Wolken gezecht;
Ich steh wie ein Fels, wie die Angel der Welt,
Wie ein Kaiser in Freiheit und Recht.

3. Und die Strassen durchirr ich, die Plätze, so schnell,
Ich klopfe von Haus zu Haus;
Bin ein fahrender Schüler, ein wüster Gesell,
Wer schützt mich vor Wetter und Graus?

4. Ein Mägdlein winkt mir vom hohen Altan,
Hell flackert im Winde ihr Haar.
Ich schlag die Saiten und schwing mich hinan,
Wie licht ist ihr Aug und wie klar!

5. Und sie küßt mich und drückt mich und lacht so hell;
Nie hab ich die Dirne geschaut.
Bin ein fahrender Schüler, ein wüster Gesell,
Was lacht sie und küßt mich so traut!

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Alt-Heidelberg, du feine

1. Alt-Heidelberg, du feine, du Stadt an Ehren reich,
Am Neckar und am Rheine, kein andre kommt dir gleich.
Stadt fröhlicher Gesellen, an Weisheit schwer und Wein,
Klar ziehn des Stromes Wellen, Blauäuglein blitzen drein.

2. Und kommt aus lindem Süden der Frühling übers Land,
So webt er dir aus Blüten ein schimmernd Brautgewand.
Auch mir stehst du geschrieben ins Herz gleich einer Braut,
es klingt wir junges Leben dein Name mir so traut.

3. Und stechen mich die Dornen und wird mir's draus zu kahl,
geb ich dem Roß die Spornen und reit ins Neckartal, und reit ins Neckartal!

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O alte Burschenherrlichkeit

1. O alte Burschenherrlichkeit! wohin bist du verschwunden?
Nie kehrst du wieder, goldne Zeit, so froh und ungebunden!
Vergebens spähe ich umher, ich finde deine Spur nicht mehr.
O jerum, jerum, jerum, o quae mutatio rerum!

2. Den Burschenhut bedeckt der Staub, es sank der Flaus in Trümmer,
Der Schläger ward des Rostes Raub, erblichen ist sein Schimmer,
Verklungen der Kommersgesang, verhallt Rapier- und Sporenklang.
O jerum usw.

3. Wo sind sie, die vom breiten Stein, nicht wankten und nicht wichen,
Die ohne Spieß bei Scherz ud Wein den Herrn der Erde glichen?
Sie zogen mit gesenktem Blick in das Philisterland zurück.
O jerum usw.

4. Da schreibt mit finsterm Amtsgesicht, der eine Relationen,
Der andre seufzt beim Unterricht, und der macht Rezensionen,
Der schilt die sündge Seele aus, und der flickt ihr verfallnes Haus.
O jerum usw.

5. Allein das rechte Burschenherz kann nimmermehr erkalten;
Im Ernste wird, wie hier im Scherz, der rechte Sinn stets walten;
Die alte Schale nur ist fern, geblieben ist uns doch der Kern,
Und den laßt fest uns halten!

6. Drum, Freunde! Reichte euch die Hand, damit es sich erneue,
Der alten Freundschaft heilges Band, das alte Band der Treue.
Klingt an und hebt die Gläser hoch, die alten Burschen leben noch,
Noch lebt die alte Treue.

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Beim Rosenwirt am Grabentor

1. Beim Rosenwirt am Grabentor des abends um halb sechs,
Den Hammer schwingt der Wirt empor und schlägt den Zapfen ex!
Das schlurrt und glurrt aus feuchter Nacht vom Spundloch in die Kann',
Ei seht, wie's Antlitz jedem lacht, jedwedem Zechersmann:
Bierlein, rinn! Bierlein, rinn! Bierlein, rinn! Bierlein, rinn!
Was nutzen mir die Kreutzerlein, wenn ich gestorben bin!

2. Beim Rosenwirt im Stübel drin, da sitzt ein junges Blut,
Die schmucke, schlanke Kellnerin war ihm noch gestern gut.
Doch heute ist sie durchgebrannt, fahr wohl, du falsche Hex!
Der Bursch kehrt sein Gesicht zur Wand und summt um halber sechs:
Bierlein, rinn, usw.

3. Beim Rosenwirt am Eichentisch, da thront ein braver Greis,
Die Wangen rot, die Augen frisch, die Haare silberweiß!
Schlug ihm gleich manchen großen Plan das Schicksal schnöd entzwei -
Um halber sechs schlägt auch wer an, der Alte brummt dabei:
Bierlein, rinn, usw.

4. Beim Rosenwirt am Grabentor, da blüht ein fein Gewächs,
Das heben wir im Glas empor, schon abends um halb sechs.
Wir heben es gar emsig hoch, wir leeren's auf den Grund -
Um Mitternacht da klingt es noch, schallt's noch von Mund zu Mund:
Bierlein, rinn, usw.

5. Und schlägt mir einst dr Sensenmann den Nagel auf die Truh,
Rast ich von harter Lebensbahn in kühler Grabesruh:
Dann schwingt bekränzt den Becher mir, dem müden Wandersmann
Der euch gelehrt den Spruch zum Bier und hebet also an:
Bierlein, rinn, usw.

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Das schwarzbraune Bier

1. Das schwarzbraune Bier, das trink ich so gern
Und schwarzbraune Mädel, die küß ich so gern;
Ei du, ei du, ei du charmantes Dudeldudeldei,
Juvivallerallera, juvivallerallera,
Du läßt mir keine Ruh.

2. Das Mägdlein hat zwei Äugelein,
Die glänzen wie zwei Sterenelein;
Ei du, usw.

3. Das Mägdlein hat einen rosigen Mund,
Und wer den küßt, der wird gesund;
Ei du, usw.

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